Willkommen beim Berufsverband der AudiologieAssistenten

Unser Kooperationsverband der DVTA e.V. braucht unsere Hilfe bis zum 19.11.2019

Medizinisch – technische Assistenzberufe (MTA) – Novellierung des Berufsgesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

Wir benötigen dringend Unterstützung!

 

Die Patientensicherheit muss durch die adäquate Versorgung mit Medizinisch- technischen Assistenten (MTA) sichergestellt werden.

Rund 98.000 Medizinisch-technischen Assistenten (kurz MTA), der vier Fachrichtungen Laboratoriumsmedizin, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin, leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung, da sie die ärztliche Diagnostik und Therapie durch Blutanalysen, Erstellung von Schichtaufnahmen (CT, MRT etc.), Durchführung von Funktionstests, Lebensmittelanalysen etc., ermöglichen.

Eine Reform des MTA-Gesetzes und der MTA-APrV ist dringend erforderlich!

Die Anforderungen an die MTA - Berufe werden immer komplexer. Dies betrifft nicht nur die Arbeitsverdichtung aufgrund des MTA- Fachkräftemangels, sondern auch die sich durch die Digitalisierung/KI rasant schnell entwickelnden medizinischen Technologien und Verfahren, die eine Änderung der Berufsprofile sowie der Kompetenzen und Fertigkeiten dringend erfor-dern.

Die Schaffung einer modernen kompetenzorientierten Ausbildung für MTA-Berufe ist notwendig, um die gegenwärtige und künftige Gesundheitsversorgung der Patienten und den Patientenschutz zu gewährleisten. Den Erhalt der vorbehaltenen Tätigkeiten gebietet die Patientensicherheit. Die Qualität der Ausbildung muss durch bundesgesetzliche Vorgaben für die Lehrerausbildung, Praxisanleitung und Praxisbegleitung gewährleistet werden.

Zur Nachwuchsgewinnung sind die bundeseinheitliche Kostenfreiheit der Ausbildung, die Be-zahlung einer Ausbildungsvergütung, die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung wie des Fernunterrichts (Modell Homburg-Saar) und eine adäquate Berufsbezeichnung zu regeln, um eine entsprechende Attraktivität zu schaffen. Durch mehr Durchlässigkeit sollten zudem Karriereoptionen und der Anschluss an Europa geschaffen werden.

Bereits heute werden ärztlichen Tätigkeiten, wie z.B. die Kontrastmittelgabe, an MTRA delegiert. Die Studie „Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen im eu-ropäischen Vergleich“ (GesinE, 2014) zeigt auf, dass weitere ärztliche Tätigkeiten durch die MTA-Berufe mit entsprechenden Kompetenzen übernommen werden können.

Die Notwendigkeit der Novellierung ist auch das Ergebnisse der vom Bund in Auftrag gegebenen Gutachten, wie das „Forschungsgutachten des Deutschen Krankenhausinstitut e.V. (2009)“ im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zur „Weiterentwicklung der nicht-ärztlichen Heilberufe am Beispiel der technischen Assistenzberufe im Gesundheitswesen“ , der Empfehlungen zu „Hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen“ des Wis-senschaftsrates (2012) der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben Gesine-Studie (2014), „Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfach-berufen im europäischen Vergleich“, die den aufgezeigten Novellierungsbedarf klar belegen, wie auch die aktuelle Krankenhausbefragung durch das Deutschen Krankenhausinstitut e.V. (2019).

 

Hier geht es zur Petition.

oder über den QR Code:

 

Der Berufsverband der AudiologieAssistenten e.V. Mainz (BAA) wurde 1982 in der Logopädischen Lehranstalt Mainz gegründet. Deren damaliger Leiter, Prof. Dr. med. Peter Biesalski, förderte und begrüßte die Gründung eines Berufsverbandes für Audiologie Assistenten und nannte als vorrangiges Ziel, die Schaffung einer bundeseinheitlichen Ausbildung mit staatlicher Anerkennung für den Berufszweig. Frau Klumpp-Veit wurde zur 1. Vorsitzenden sowie Frau Bohnert zur 2. Vorsitzenden gewählt.

Der Bedarf an qualifizierten audiologischen Mitarbeitern war damals, so wie auch heute noch, sehr hoch. Diese Einschätzung wurde ebenfalls von den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Hals- Nasen- und Ohrenkunde, Kopf- und Halschirurgie und von der ADANO (Arbeitskreis deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen) geteilt und unterstützt. Zur damaligen Zeit  haben wir und als Berufsverband für eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung mit strukturierten und einheitlichen Ausbildungsinhalten engagiert.

Mit der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland im November 1989 wurden die Berufe im Gesundheitswesen neu überarbeitet, so dass in der Medizin neue Berufsbilder entstanden sind, beispielsweise das Berufsbild der medizinisch-technischen Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF). Der Einbindung der AudiologieAssistenten in das "Gesetz über technische Assistenten in der Medizin" (Inkrafttreten 01.01.1994) haben wir mit einem "lachenden und einem weinenden Auge" zugestimmt. Der positive Aspekt lag in einer bundeseinheitlichen Ausbildung und der Einbindung in ein Gesetz, um auf dieser Grundlage etwas Eigenes entwickeln zu können. Der Nachteil lag in der Verknüpfung mit den anderen Gebieten und in den Übergangsbestimmungen des MTA-Gesetzes für die bereits in der Audiologie beschäftigten Mitarbeiter. In dieser Zeit haben wir uns als Berufsverband der AudiologieAssistenten eingebracht, um die Qualität der Audiologie in der Ausbildung zu sichern.

Engagement zeigen wir auch im Bereich der fachlichen Fortbildungen aus dem Bereich der Audiologie, Hörsystemversorgung und Neurootologie, beispielsweise durch eigene Fortbildungsangebote, einer Kooperation mit dem DVTA oder der Unterstützung unserer Mitglieder durch einen jährlichen Fortbildungszuschuss. Wir bieten seit einigen Jahren im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Audiologie e.V. (DGA) einen Fortbildungsteil für AudiologieAssistenten und MTAF an. Mitglieder unseres Berufsverbandes erhalten eine Preisermäßigung auf die Tagungsgebühren der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e.V. (Teilnahme zum Mitgliederpreis der DGA).

Unsere Zeitschrift „a u d i o logisch“ wird mindestens zweimal jährlich an unsere Mitglieder versandt. Hier finden sich Fachartikel, interessante Fälle aus der Praxis, ein Stellenmarkt sowie weitere Informationen. Dank der Idee und Umsetzung von Andrea Wenskus und Pia Sauber beziehen unsere Mitglieder die „a u d i o logisch“ seit über 30 Jahren.

Als Berufsverband versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten unseren Mitgliedern in Bezug auf berufliche und berufspolitische Fragen zu helfen und zur Seite zu stehen. Auch Nichtmitglieder wenden sich an uns und wir versuchen in diesen Fällen ebenfalls zu helfen oder weiter zu vermitteln. Häufige Fragen und Hilfeersuchen beziehen sich auf den Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich der Audiologie. Dieses Thema ist heute, wie auch zur Gründungszeit, brandaktuell. Schulen für AudiologieAssistenten gibt es kaum noch, examinierte Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF) entscheiden sich häufig für andere Fachrichtungen ihres Ausbildungsbereiches. Das Branchenmonitoring des Bundeslandes Rheinland-Pfalz prophezeit einen weiter wachsenden Mangel. Auch aus diesem Grund haben wir als BAA eine Kooperation mit der Fachvertretung Funktionsdiagnostik des Dachverbands der Technologen/innen und Analytiker/innen in der Medizin Deutschland e.V. (DVTA) geschlossen. Ein weiterer Vorteil dieser Kooperation für unsere Mitglieder ist die Möglichkeit Fortbildungsveranstaltungen des DVTA zum Mitgliedspreis des DVTA zu besuchen.

 

Sie haben Interesse unserem Berufsverband beizutreten, Fragen, Ideen oder Sie möchten uns unterstützen?

Dann wenden Sie sich bitte über die genannten Kontaktmöglichkeiten ans uns. Wir freuen uns von Ihnen zu hören oder zu lesen!

 

Claudia Rössing                              Achim Breitfuß

(1. Vorsitzende  )                            (2. Vorsitzender)